Archipenko

Bekker

Heckel

Jawlensky

Kerkovius


Kirchner

Kollwitz

Laurens

Meidner

Nay

Künstler  der Ausstellung


 

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Presse


Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.9.2010


Frankfurter Neue Presse, 29.9.2010


Frankfurter Neue Presse, 12.10.2010


Wiesbadener Kurier, 12.10. 2010


Frankfurt Live.com, 13.10.2010


Frankfurter Rundschau, 13.10.2010


Hessischer Rundfunk, 14.10.2010


Offenbach Post, 3.11.2010


Frankfurter Neue Presse, 8.11.2010





Auszüge


Gießener Zeitung online, 17.11.2010:


„... die Ausstellung „Brücke und Blaues Haus“ im Stadtmuseum Hofheim im Taunus, die man sich als Vertrauter des „Phänomen EXPRESSIONISMUS“ unbedingt ansehen sollte. Hier erlebt man spontan eine authentische freundliche Atelier-Atmosphäre mit Galerie-Fluidum: Wie ein Rundgang durch die Arbeitsräumen eines bildenden Künstlers begegnen uns die in einer Ebene gelegenen großen Ausstellungsräume, in denen wirklich (!) moderne Kunst gezeigt wird – mit beeindruckenden Original-Druckstöcken und Abzügen davon sowie Plastiken der afrikanischen Kunst samt großen und kleinen Skulpturen der ausgestellten Künstler. ...“



Frankfurter Neue Presse, 7.2.2011:


Ausstellung schlägt alle Rekorde

Hanna Bekker vom Rath und ihre Künstlerfreunde locken so viele Besucher wie nie ins Museum

Mehr als 8000 Kunstinteressierte haben sich bereits die Sonderausstellung «Brücke und Blaues Haus. Heckel, Kirchner, Schmidt-Rottluff und die Sammlerin Hanna Bekker vom Rath» angesehen. ...


download:     Brücke_Faltblatt.pdf

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Nesch

Nolde

Roeder

Schmidt-Rottluff

Stomps

Katalog


Textauszug

Expressionisten im Blauen Haus

            


[...] Das Blaue Haus 1924 –1946

1924 erhielt das Haus seine bis heute charakteristische Farbgebung: „Wir haben das Haus blau streichen lassen, d. h. alles Holzwerk, die Felder gelb-orange ...“

Ida Kerkovius prägte den Begriff Blaues Haus: „Liebe, grüssen Sie mir Ihr ganzes liebes, blaues Haus u. seine Einwohner.“ 


Hanna Bekker begleitete ihren Mann bei manchen seiner Reisen zu Aufführungen, die er für die Frankfurter Zeitung besprach und nutzte die Zeit vor den Konzerten, um Ausstellungen zu sehen und Künstler kennenzulernen. Noch gelang es ihr nicht in Berlin eine Galerie zu finden, die ihre Arbeiten vertreten wollte. Sie ließ ihre Bilder in der Obhut Ludwig Meidners (1884–1965), der sich für sie bemühen wollte.


1925 folgte Paul Bekker einem Ruf als Intendant an das Staatstheater Kassel und die inzwischen um den Sohn Kilian (1923–1943) gewachsene Familie zog um, ohne das Hofheimer Haus aufzugeben. Hanna Bekker hielt den Kontakt zu Meidner und berichtete ihm wohl über den Ortswechsel, vielleicht lud sie ihn sogar nach Hofheim ein, erhalten ist sein Brief, in dem er ihr 1926 schrieb:

„[...] Inzwischen ist es Mitte Juni geworden und drückend in den Berliner Ateliers unter dem Dach. Darum erlaube ich mir die höfliche Anfrage, ob in Bälde die Möglichkeit bestünde, daß wir in ihr Häuslein in Hofheim übersiedeln könnten für einige Zeit. [...] zusammen mit meiner Person fünf (5) Leute möchten gern dorthin fahren. Ist das nun möglich! [...] Ist Ihre Villa völlig von Möbeln und Sachen entblößt? Oder gibt es wenigstens einige Bettstellen und Tische? Könnten 5 Leute dort unterkommen? Wir sind nicht verwöhnt u. nehmen mit dem aller bescheidensten Komfort vorlieb. [...]“


Direkt nach der Geburt ihrer Tochter Maximiliane wurde Paul Bekker 1927 als Generalintendant an das Preußische Staatstheater in Wies- baden berufen. Ihre Ehe litt trotz des bisherigen intensiven Gedankenaustauschs und gegenseitiger Anregungen unter zunehmender Entfremdung. Daher kehrte Hanna Bekker nach kurzem Aufenthalt in Wiesbaden mit den drei Kindern in das Hofheimer Haus zurück und ließ sich 1930 scheiden.


In Wiesbaden lernte Hanna Bekker den Künstler Alexej von Jawlensky (1864–1941) kennen, der seit 1921 hier wohnte. Er konnte an seine einstigen Erfolge nicht anknüpfen, lebte in finanzieller Unsicherheit und litt unter seiner fortschreitenden Arthritis. Gemeinsam mit befreundeten und bekannten Sammlern ergriff Hanna Bekker 1929 die Initiative zur Gründung der Gesellschaft der Freunde der Kunst von Alexej von Jawlensky.


1927 erfolgte der Umbau des Hauses, ausgeführt von dem Kasseler Architekten Karl Hermann Sichel. Der Westflügel mit Bibliothek und Erker unten und Atelier und Balkon im Obergeschoss wurde angebaut und das Rote Zimmer erhielt durch Zusammenlegung zweier Räume seine Salongröße (Abb. 3) und seine Farbgebung. Seit Herbst 1930 verbrachte sie regelmäßig die Wintermonate in Berlin und stand weiterhin in Verbindung mit Meidner, lernte Karl Schmidt-Rottluff (1884–1976) kennen und besuchte seine Kurse an der Malschule Bloch-Kerschbaumer. Seit 1932 hielt Schmidt-Rottluff sich regelmäßig in Hofheim auf. [...]


© 2010 Marian Stein-Steinfeld



Katalogbestellung:  Stadtmuseum Hofheim am Taunus

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Vorbereitung der Ausstellung

BRÜCKE und Blaues Haus

Stadtmuseum Hofheim am Taunus, 2010

Foto: Maik Reuß, 2010

Mit Dank für die freundliche Genehmigung!

Rückblick